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Preisentwicklung bei Solarmodulen im Jahr 2026

Preisentwicklung bei Solarmodulen im Jahr 2026

Komponenten

25.03.2026

Der Photovoltaikmarkt erlebt im Jahr 2026 eine deutliche Wende. Nach mehreren Jahren niedriger Preise für Solarmodule bricht nun eine Phase der Volatilität und allmählicher Preissteigerungen an. Informationen über diese Entwicklung sind nicht nur für Bauträger und Investoren wichtig, sondern auch für Endkunden, die die Installation einer Photovoltaikanlage in Erwägung ziehen. Was steckt hinter der aktuellen Preisentwicklung, wie unterscheidet sich die Situation von den vergangenen Jahren und was ist in naher Zukunft zu erwarten?

Geschichte: Langfristiger Preisrückgang bei Modulen

Photovoltaikmodule waren in den letzten zehn Jahren ein Symbol für technologischen Fortschritt und sinkende Preise. Dank der Massenproduktion, insbesondere in China, und technologischer Innovationen kam es zu einem deutlichen Preisrückgang.

Zu den wichtigsten Faktoren zählten:

  • Skalierung der Produktion
  • Optimierung der Produktionsprozesse
  • Sinkende Siliziumpreise
  • starker Wettbewerb zwischen den Herstellern

Das Ergebnis war, dass die Photovoltaik zu einer wirtschaftlich erschwinglichen Technologie in allen Segmenten wurde – von Einfamilienhäusern bis hin zu großen Industrieanlagen.

 

Gegenwart: Volatilität und Preisanstieg bei Modulen im Jahr 2026

Bei Greenbuddies halten wir Photovoltaikmodule standardmäßig nicht auf Lager und bestellen sie stets maßgeschneidert für konkrete Projekte. Der aktuelle Preisanstieg schlägt sich daher zwangsläufig auch in den Endpreisen unserer Anlagen nieder. Das Jahr 2026 bringt eine grundlegende Trendwende mit sich. Die Preise für Photovoltaikmodule sind gestiegen und der Markt ist weniger vorhersehbar als zuvor.

 

Hauptgründe für den Preisanstieg bei Solarmodulen

1. Preisanstieg bei den Rohstoffen

Der Hauptgrund für die Preissteigerungen ist der Anstieg der Rohstoffpreise. Die Preise für Materialien wie Silber, Kupfer, Aluminium oder Silizium steigen seit Ende 2025 deutlich an. So ist beispielsweise Silber, das für die Herstellung von Solarzellen unerlässlich ist, zu einem der wichtigsten Kostenfaktoren geworden.

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2. Änderung der chinesischen Exportpolitik

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Beendigung der Mehrwertsteuervergünstigung durch die chinesische Regierung Ende März 2026. Ab dem 1. April 2026 wird die 9-prozentige Mehrwertsteuerrückerstattung für den Export von Solarmodulen abgeschafft. Dieser Schritt hat direkte Auswirkungen auf die weltweiten Preise und schlägt sich unmittelbar in den Preislisten der Hersteller nieder.

3. Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage

Die Hersteller drosseln ihre Produktionskapazitäten, während gleichzeitig die weltweite Nachfrage nach Photovoltaik steigt. Dies erzeugt Druck auf einen weiteren Preisanstieg.

4. Technologischer Wandel

Der Übergang zu modernen N-Typ-Technologien bringt zwar einen höheren Wirkungsgrad, aber auch höhere Produktionskosten mit sich.

 

Wie sich dies in der Praxis auswirkt

Der Markt ist derzeit sehr instabil und die aktuelle Situation kann als turbulent bezeichnet werden. Die Preislisten werden sogar mehrmals pro Woche aktualisiert, die Angebote der Hersteller sind nur 3–5 Tage gültig, die Preise sind seit Ende 2025 um 12–17 % gestiegen und ab April 2026 ist mit einer weiteren pauschalen Preiserhöhung von ca. 9 % zu rechnen. Insgesamt könnte der kumulative Preisanstieg bei Photovoltaikmodulen im Jahr 2026 somit bis zu 20 % betragen.

 

Wichtiger Hinweis: Die Module machen nur einen Teil der Investition aus

Auch wenn der Preisanstieg bei den Modulen große Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist es wichtig, den größeren Zusammenhang zu betrachten. Photovoltaikmodule machen in der Regel etwa 20 % des Gesamtpreises eines Projekts aus. Der Rest der Kosten entfällt auf Konstruktionen, Wechselrichter, Elektroinstallation, Planungsarbeiten und die Projektumsetzung.

Daraus folgt, dass selbst ein deutlicherer Preisanstieg bei den Modulen nur begrenzte Auswirkungen auf die Gesamtinvestition hat. Der Rest des Lieferumfangs ist von diesem Preisanstieg nicht betroffen.

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Die Zukunft: Stabilisierung, aber keine Rückkehr zu den Tiefstständen

Welche Entwicklung ist in den kommenden Monaten und Jahren zu erwarten? Kurzfristig dürfte der Markt weiterhin instabil bleiben. Das Zusammenspiel von politischen Entscheidungen, Rohstoffpreisen und technologischen Veränderungen wird zu weiteren Schwankungen führen.

Mittelfristig ist mit einer gewissen Stabilisierung zu rechnen, doch eine Rückkehr zu den extrem niedrigen Preisen der Jahre 2022–2023 ist unwahrscheinlich. Vielmehr scheint der Markt in eine neue Phase einzutreten, in der die Preise die tatsächlichen Rohstoffkosten, die technologische Qualität der Module und geopolitische Einflüsse stärker widerspiegeln werden.

 

Was bedeuten steigende Modulpreise für Investoren und Kunden?

Für Investoren und Endkunden ergeben sich daraus mehrere praktische Schlussfolgerungen:

  • Die Preise für Solarmodule können sich sehr schnell ändern.
  • Der Zeitpunkt der Bestellung spielt eine größere Rolle als zuvor.
  • Es ist sinnvoll, Projekte frühzeitig anzugehen.

In einigen Fällen kann eine rechtzeitige Bestellung die Möglichkeit bieten, noch von den Preisen der Vorperiode zu profitieren oder weitere Preissteigerungen zu vermeiden.

 

Der Photovoltaikmarkt durchläuft im Jahr 2026 einen grundlegenden Wandel. Nach Jahren des Preisrückgangs folgt nun eine Phase des Wachstums und höherer Volatilität. Dennoch bleibt die Photovoltaik weiterhin eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung. Wenn Sie eine Investition in ein Solarprojekt in Erwägung ziehen, empfehlen wir Ihnen, die Marktentwicklung zu beobachten und Ihre Entscheidung richtig zu timen.

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