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Modernisierung eines Kraftwerks durch Nachrüstung mit BESS

Modernisierung eines Kraftwerks durch Nachrüstung mit BESS

Batterien
Freiflächen

28.01.2026

Immer mehr Eigentümer von Photovoltaikanlagen, die um 2010 in Europa gebaut wurden, stellen sich die Frage: Was passiert nach 2030, wenn die garantierten Einspeisevergütungen oder ähnliche finanzielle Unterstützungssysteme enden? Die Antwort könnte in einer intelligenten technischen und wirtschaftlichen Lösung liegen, die als Nachrüstung bezeichnet wird – d.h. das Hinzufügen zusätzlicher Technologien zu bestehenden PV-Anlagen, wie z.B. Batteriespeichersysteme.

Repowering oder Nachrüstung von PV-Anlagen?

Eine Möglichkeit, die Lebensdauer bestehender PV-Anlagen zu verlängern, ist das sogenannte Repowering – der Austausch bestehender Module durch neue, leistungsstärkere. Diese Option ist sinnvoll, wenn die installierte Gesamtleistung unverändert bleibt und somit der Anspruch auf den ursprünglichen Einspeisetarif bestehen bleibt. Da die Tarifförderung jedoch etwa im Jahr 2030 ausläuft, muss das Repowering spätestens bis Mitte 2026 durchgeführt werden, damit sich die Investition lohnt und sich amortisiert.

Im Gegensatz dazu stellt das Retrofitting eine umfassendere Modernisierungsstrategie dar. Dabei geht es nicht nur um den Austausch von Modulen, sondern um die Ergänzung des gesamten Systems um eine neue Komponente, beispielsweise einen großvolumigen Batteriespeicher. Gerade in diesem Bereich eröffnen sich interessante wirtschaftliche und technische Möglichkeiten.

Aus wirtschaftlicher Sicht bietet Repowering die Möglichkeit, die Produktion gegenüber der aktuellen Lösung zu steigern. Retrofitting ermöglicht es, Strom zu den Stunden mit den höchsten Strompreisen zu verkaufen und sich auf der sogenannten „Duck Curve“ von „Heck zu Kopf“ zu bewegen. So kann Strom oft bis zu 300 EUR/MWh günstiger verkauft werden.

Mit oder ohne Leistungsaufnahme

Wenn es darüber hinaus gelingt, die Leistungsaufnahme aus dem Netz sicherzustellen, kann die Batterie auch am Markt für Unterstützungsdienste teilnehmen. Retrofitting ermöglicht jedoch auch eine Wertsteigerung des verkauften Stroms, ohne dass eine Leistungsaufnahme sichergestellt werden muss – mithilfe des sogenannten Profile Shaping.

 

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Vorteile der Nachrüstung von PV-Anlagen mit BESS

Dank der vorhandenen Infrastruktur haben Besitzer älterer PV-Anlagen einen enormen Vorteil. Oft verfügen sie über:

  • Anschluss an das Verteilungsnetz
  • Transformatorstation
  • fertigen Bebauungsplan
  • gesichertes Grundstück

Dies vereinfacht den Prozess der BESS-Installation im Vergleich zu Projekten auf der grünen Wiese erheblich. Darüber hinaus erfordert die Nachrüstung keine Eingriffe in die bestehende PV-Anlage, wenn die Lösung parallel vorgeschlagen wird.

Ein um BESS ergänztes System kann helfen:

  • Schwankungen in der Produktion und im Verbrauch auszugleichen
  • die Einspeisung ins Netz zu optimieren
  • sich an die Marktbedingungen anzupassen (z. B. Handel mit Flexibilität)
  • das Projekt auch nach Auslaufen der Förderung wirtschaftlich am Leben zu erhalten

Technische Lösungen für die Nachrüstung mit BESS

Aus Sicht der Umsetzung gibt es zwei Hauptoptionen:

1. Containerlösung + MV-Skid

Dies ist die häufigste Variante für größere Projekte. Sie umfasst:

  • Batteriecontainer
  • MV-Skid (Kombination aus NN-Schaltanlage, Transformator und HV-Schaltanlage)
  • Anschluss an die HV-Seite der PV-Anlage und des Netzes

2. LV-Integration (400 V)

Nur bei kleineren Anlagen, bei denen BESS einen Ausgang von 400 V hat. Das System kann auf der LV-Seite mit der PV-Anlage verbunden werden, wodurch aufwendigere HV-Anpassungen vermieden werden. Wirtschaftlich nur bei kleineren Kapazitäten sinnvoll.

Für größere Batteriespeicher (über MW-Einheiten) ist eine Lösung mit eigenem HV-Anschluss die robustere und langfristig stabilere Wahl.

 

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Administrative Schritte beim Retrofit von PV-Anlagen

Im Gegensatz zu neuen Projekten nutzt das Retrofit einen bestehenden Standort. In der Regel gilt daher:

  • Es ist keine Änderung des Bebauungsplans erforderlich.
  • Es ist kein neuer Anschluss erforderlich.
  • Die Baugenehmigung ist einfacher.

Es muss jedoch geprüft werden, ob eine Leistungssteigerung möglich ist bzw. ob eine ausreichende Leistungsaufnahme für BESS sichergestellt werden kann. Oft reicht eine Überprüfung der bestehenden Infrastruktur aus.

 

Bei Greenbuddies konzentrieren wir uns nicht nur auf den Bau schlüsselfertiger PV-Anlagen, sondern auch auf deren Modernisierung und Betriebsoptimierung. Wir helfen Ihnen, das Potenzial Ihrer bestehenden Anlage zu bewerten, und schlagen Ihnen eine individuelle Lösung vor, die sowohl technisch als auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Kontaktieren Sie uns und bringen Sie Ihre PV-Anlage in die nächste Energiedekade.

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