Greenbuddies Tipps – April 2021

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Das Greenbuddies Charging-Team wächst weiter

Die Entwicklung unseres Geschäfts beinhaltet auch die Notwendigkeit, weitere erfahrene Kollegen in unser Team aufzunehmen. Unsere MitarbeiterInnen sind unser wichtigstes Kapital! Es verwundert daher nicht, dass wir uns viel Mühe geben, der Auswahl geeigneter Kandidaten und ihrer Ausbildung maximale Aufmerksamkeit zu widmen.

Anfang März wurde unsere Projektmanagementabteilung durch Herrn Pavel Vycpálek verstärkt. Ich habe beschlossen, ihn für die aktuelle Ausgabe unseres Newsletters ein wenig zu interviewen.

1) Hallo Pavel, ich kann mich sehr gut daran erinnern, dass du als Qualitätsingenieur in der Automobilindustrie tätig warst, als wir über dein zukünftiges Engagement bei Greenbuddies Charging (GBC) gesprochen haben. Was genau brachte diese Position eigentlich mit und welche Parallelen siehst du da im Zusammenhang mit deiner aktuellen Position jetzt bei uns?

Das stimmt, in den letzten 15 Jahren habe ich als Qualitätsingenieur gearbeitet – als ein Kundendienst-Spezialist. Dies bedeutete, dass ich mehrere Kunden (Audi / Porsche / Lamborghini / Bentley / Daimler / Wabco / Scania / ZF) im Produktsegment der hergestellten Schalter im Werk TRW Benešov betreute. In den letzten zwei Jahren hieß das Unternehmen BCS AIS Benešov. Die Hauptaufgabe bestand darin, Beschwerden bezüglich Schalter über Portale oder direkt vor Ort bei Automobilherstellern zu bearbeiten und zu lösen. Der nächste Schritt dabei war die Probenahme und Vorstellung neuer Schalter direkt bei Automobilherstellern oder Lenkradherstellern.
Eine Parallele zu meiner derzeitigen Rolle bei GBC sehe ich da eher im Zusammenhang mit meiner vorherigen Position bei TRW, wo ich in der Abteilung für neue Projekte tätig war. Dies bedeutete, einfach alles über ein neues Projekt, bzw. ein neues Produkt (d.h. Produktionslinie / Technologie / Workflows usw.) in unserer Muttergesellschaft mit dem Programmmanager zu sichern und abzuklären, der in unserem Managementwerk in Deutschland arbeitete, wo sich auch das gesamte Designer/Konstrukteur Team befand.

2) Was war die schwierigste Arbeitssituation, in die du vor den Greenbuddies geraten bist, und wie hat es sich dann herausgestellt?

Während meiner Zeit bei TRW (29 Jahre) gab es viele Situationen und es ist recht schwer zu sagen, welche am unangenehmsten war.
Also vielleicht meine erste und auch meine allerletzte Geschäftsreise nach Tunesien zum Lenkradhersteller. Nachdem ich in der Hauptstadt Tunis angekommen war, mietete ich ein Auto, ging zu einem Hotel in Monastir und am nächsten Tag zur angegebenen Adresse der Produktionsstätte. Ich bin etwas früher losgefahren und die Navigation hat mich in irgendeine Stadt gebracht. Die Produktionsstätte habe ich jedoch nicht gefunden, worauf ich an einer Tankstelle fragte, ob es eigentlich so ein Betrieb in dieser Stadt gäbe. Ich spreche ja kein Arabisch und es war fast unmöglich, auf Englisch zu kommunizieren. Schließlich riefen mich Kollegen von Autoliv an und fragten, wo ich sei, sie warteten, wie verabredet, an einer Tankstelle einer bestimmten Marke auf mich. Ich sagte ihnen, dass ich bei einer Zapfsäule derselben Marke stehe, aber wir haben uns trotzdem nicht gesehen. Also schickte ich ihnen über die WhatsApp-Anwendung ein Bild von meinem Auto und dem Standort. Schließlich fanden wir heraus, dass wir etwa 30 km voneinander entfernt sind. Ich stieg also wieder ins Auto, fuhr zurück und sie warteten dann bereits auf mich, als ich in der richtigen Stadt ankam. Am Ende war der Besuch ziemlich erfolgreich und beide Parteien waren zufrieden.

3) Du hast jetzt anderthalb Monate für GBC gearbeitet. Was sind deine bisherigen Eindrücke? Was hat dich angenehm überrascht und im Gegenteil – was hast du überhaupt nicht erwartet?
Ich muss schon gestehen, dass ich von einem sehr freundlichen und netten Team empfangen wurde, mit dem es auf jeden Fall schön sein wird zusammenzuarbeiten. Und was mich überrascht hat – alles ist für mich im Moment eigentlich völlig neu, also muss ich noch viel lernen. Ich hatte schon einige Kenntnisse über Solarenergie, aber die meisten anderen Dinge sind für mich einfach neu.
4) Ich weiß, dass du in einer mittelgroßen Stadt außerhalb von Prag lebst (schließlich gibt es in Greenbuddies mehr von uns). Welche Vor- oder Nachteile siehst du darin?

Ich lebe seit meiner Geburt in meiner Heimatstadt und bin hier recht zufrieden. Ich habe hier alles zur Hand und wenn ich den Bedarf habe die Großstadt zu spüren, dann steige ich einfach ins Auto und bin in 30 Minuten da.

5) Welche Fächer haben dir in der Schule am besten gefallen?

In der Schule mochte ich Geschichte und vor allem Sport, weil ich selber sportlich bin. Mein größtes Interesse gilt dem Fußball, ich spiele seit meinem sechsten Lebensjahr.

6) Die Corona-Pandemie ist jetzt vielleicht ein übermäßig häufiges Thema. Trotzdem frage ich – was ist mit dir und COVID?

COVID – das ist eine große Unbekannte für jeden von uns. Es hat tausend verschiedene Formen und greift jeden anders an.
Ich selbst habe im letzten Herbst auch die Krankheit durchgemacht und es war nicht angenehm. Zuerst hatte ich zwei Tage Fieber und nach dem Testen erzielte ich ein positives Ergebnis. Es folgten 13 Tage unangenehmes Fieber und am letzten Tag trat auch ein Atemproblem auf. Später stellte sich heraus, dass ich an einer bilateralen Lungenentzündung litt und beim gefolgt CT-Scan wurde zusätzlich eine Lungenembolie festgestellt. Ich wurde sofort in die COVID Abteilung versetzt, wo ich 7 Tage lang Tropfen, Antibiotika, Vitamine und Mineralien zu mir nehmen und den ganzen Tag mit einer Sauerstoffmaske verbringen musste. Durch ein Wunder und die gute Betreuung von Ärzten wurde ich nach 7 Tagen in einem relativ guten Zustand nach Hause entlassen. Dann musste ich noch zweieinhalb Monate zu Hause bleiben und jetzt erwarten mich noch drei Wochen im Spa, um wieder normal atmen zu können.

7) Erzählst du uns etwas über dich, was du noch niemandem erzählt hast?

Das möchte ich wirklich nur für mich behalten ?.

Vielen Dank an Paul für das Interview. Wir wünschen Dir viel Glück und Erfolg bei Greenbuddies Charging.

Batteriespeicher als Katalysator für die zukünftige Energieentwicklung?

Täglich können wir in den Fachmedien lesen, dass die Weiterentwicklung der Energie mit Dezentralisierung, Dekarbonisierung und der beschleunigten Entwicklung erneuerbarer Energiequellen (EE) verbunden ist. Instabile erneuerbare Energien stellen eine große Herausforderung für die bestehenden Elektrizitätssysteme aller Industrieländer dar.

Die Übertragungs- und Verteilungsnetze benötigen Stabilität und Vorhersehbarkeit. Die Zukunft der Energiewirtschaft wird ohne Speichersysteme, die zur Aufrechterhaltung der Stabilität und Qualität der Versorgung beitragen sollen, wohl nicht möglich sein.

Energiespeichersysteme basieren auf verschiedenen Technologien, einschließlich Batterieenergiespeichersystemen (BESS). Es ist daher klar, dass Energiespeichersysteme zu einem wesentlichen Bestandteil des Energiesystems der Zukunft werden.

Batteriebasierte Stromspeicher sind eine vielversprechende Lösung. Sie ermöglichen es, überschüssigen Strom für eine Zeit zu speichern, in der eine Erhöhung des Angebots aufgrund der wachsenden Nachfrage erforderlich ist. Auf diese Weise tragen sie effektiv dazu bei, zu jedem Zeitpunkt ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Elektrizität herzustellen.

Betrachten wir nun die Stromspeicherung in Europa nach Typ und Nummer:

Batteriespeicher
Die gebräuchlichste Technologie sind Lithium-Ionen-Batterien, die auf einer Technologie basieren, die wiederaufladbaren Verbraucherbatterien ähnelt, wie wir sie aus dem Heimgebrauch kennen. Es gibt jedoch auch andere Arten der Batteriespeicherung, beispielsweise sogenannte Durchflussbatterien, bei denen es sich um großvolumige Lagertanks mit einer längeren Lebensdauer handelt.

Mechanische Energiespeicher
Typische Vertreter sind Pumpspeicherkraftwerke. Sie speichern Energie in Form von Wasser, das bei überschüssigen Strom in eine höhere Position verlagert wird, aus der es im bei Bedarf zum Antrieb der Turbine zurückgeführt wird. Energie kann jedoch auch beispielsweise in Form von Druckluft gespeichert werden, die in großen Reservoirs gespeichert wird. Schwungräder sind eine andere Art der mechanischen Lagerung.

Wärmespeicherung
Als typisches Beispiel können wir uns einen Solarturm vorstellen, der sich durch ein System von Spiegel-Sonnenstrahlen an einem Ort konzentriert und die gewonnene Wärme beispielsweise in geschmolzenem Salz speichert. Die Energie kann später zur Erwärmung des Wassers verwendet werden, wo der Dampf dann eine Turbine zur Stromerzeugung antreibt.

Power-to-Gas
Es ist die Umwandlung von überschüssigem Strom in gasförmige Brennstoffe (Wasserstoff oder Methan), die dann in das Erdgasverteilungssystem injiziert werden können und somit Energie speichern können. Es ist auch möglich, während der Weiterverarbeitung synthetisches Methan aus Wasserstoff herzustellen.


Die Datenquellen sind die von der Europäischen Kommission im Mai letzten Jahres veröffentlichte Studie über Energiespeicherung – Beitrag zur Sicherheit der Stromversorgung in Europa – und die Datenbank europäischer Technologien und Geräte für die Energiespeicherung aus der EG vom März 2020. Die Daten fassen sowohl die bereits betriebenen Speichersysteme als auch solche, welche sich erst in einem bestimmten Projektstadium befinden und bei welchen der Aufbau bereits angekündigt wurde, um.

Interessant ist auch der Status installierter Speichersysteme in Bezug auf einzelne europäische Länder:

Die obige Grafik zeigt die installierte Leistung von aktiven Stromspeichersystemen in einzelnen Ländern. Wie Sie sehen, ist die Anzahl nicht der einzige wichtige Parameter, beispielsweise verliert das Vereinigte Königreich hier im Vergleich zu den vorherigen Statistiken erheblich. Der Vorteil von Solar- und Windkraftanlagen ist bekanntlich das Fehlen von Emissionen aus der Stromerzeugung oder sogar die Selbstversorgung. Andererseits gibt es auch Probleme im Zusammenhang mit den erneuerbaren Energien. Eine der Herausforderungen ist ihre Abhängigkeit vom Wetter, aufgrund derer sie nicht kontinuierlich und konstant Energie produzieren können, jedoch im Gegensatz manchmal auch zu viel produzieren. Daher muss das Netz in der Lage sein, auf diese Schwankungen zu reagieren und die Stromerzeugung für das System flexibel zu erhöhen oder zu verringern.

Bisher wurde die Flexibilität des Netzes hauptsächlich durch Gas- und teilweise auch Kohlekraftwerke mit der Möglichkeit einer schnellen Inbetriebnahme und Stromregulierung gelöst. Wie ich bereits erwähnt habe, wird diese Art des Ausgleichs im Netzwerk in Zukunft aufgrund der Verringerung des Anteils fossiler Ressourcen an der Gesamtproduktion an Bedeutung verlieren. Andererseits werden die erneuerbaren Energien zunehmen, so dass die Fähigkeit, das Verhältnis zwischen sofortiger Versorgung und Verbrauch im System flexibel auszugleichen, weiter gestärkt werden muss. Deshalb ist die Energiespeicherung zu einem so aktuellen Thema geworden.

Die Europäische Kommission geht davon aus, dass die EU-Länder in diesem Jahrzehnt weiterhin konventionelle Kraftwerke und grenzüberschreitende Verbindungen einzelner nationaler Systeme einsetzen werden, um Schwankungen im System auszugleichen. Die Prognose der EU beruht jedoch eindeutig auf der Bedeutung eines rasch wachsenden Stromspeichers bis 2030. Heute sind in Europa etwa 90 Gigawatt (GW) installierter Kapazität von Pump- und Batteriespeichern in Betrieb oder zumindest in einem bestimmten Stadium des Baus. Laut einer Studie der Europäischen Kommission wird Europa jedoch bis zum Ende des Jahrzehnts bis zu 110 GW benötigen. Die Erhöhung sollte vor allem durch Batterien sichergestellt werden. Fragen Sie sich, warum Batterien? Einerseits bieten sie die Möglichkeit einer sofortigen Energieversorgung bei längerem Ausfall oder schwerem Stromausfall. Andererseits sind diese Speichersysteme auch hinsichtlich ihrer Bereitstellung relativ vielseitig – Sie können sie praktisch überall in Form von Standardcontainern anbringen. Da heutzutage viel Wert auf die Umweltfreundlichkeit neuer Technologien gelegt wird, haben Batteriesysteme einen großen Vorteil in Bezug auf die Umweltsicherheit – sie geben keine unerwünschten Schadstoffe an die Umwelt ab.

Als Teil der Geschäftsstrategie des Unternehmens sind wir bei Greenbuddies Charging fest davon überzeugt, dass die Installation von Batteriespeichern zunehmend ein wesentlicher Bestandteil von Komplettlösungen für den Bau von Solarkraftwerken oder die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität sein wird.

Anstieg der Transport – und Stahlpreise in der Solargbranche

Die COVID-19-Pandemie hat zweifellos die meisten Unternehmen weltweit betroffen. Einige Branchen leiden aufgrund der Corona-Krise unter massiven Verlusten (z. B. Gastgewerbe und Tourismus, Fluggesellschaften usw.), doch einige Unternehmen konnten von dieser Krise, natürlich nach dem ersten Umsatzverfall im Frühjahr 2020, auch enorm profitieren.

Die COVID-19-Pandemie hat zweifellos die meisten Unternehmen auf der ganzen Welt betroffen. Einige von ihnen sind negativ (z. B. Gastgewerbe und Tourismusindustrie, Fluggesellschaften usw.), andere haben nach dem ersten Schluckauf im Frühjahr 2020 enorm zugenommen. Der Technologie Sektor, welchem wir angehören, ist definitiv der zweiten Gruppe zuzuordnen.
Im Rahmen des Förderprogramms zur Unterstützung der Wirtschaft begannen Regierungen „Geld“ zu drucken. Der dadurch auf dem Markt entstandene Geldüberschuss zwang dann Menschen und Unternehmen mehr auszugeben, was anschließend zur Steigerung der Nachfrage sowohl nach Transportmitteln als auch nach Ressourcen geführt hat. Die Anbieter erholten sich gerade erst vom Lockdown, wobei sie nicht genügend Kapazitäten für die enorme aufkommend Nachfrage zur Verfügung hatten.
Der Angebotsmangel zusammen mit dem Überschuss an Nachfragen ließen die Frachtkosten enorm steigern, insbesondere auf dem Gebiet der Seefrachtkosten & Transportpreise für Container, wo es zu einer Vervielfachung der Preise gegenüber dem Vorjahr gekommen ist. Das gleiche gilt auch für die metallurgische Industrie. Die Kupferpreise brachen die zehn Jahre alten Rekorde, wobei Aluminium und Stahl sich nach einem ähnlichen Muster verhalten haben. Dazu hat am meisten beigetragen, wenn China sich nach dem Ausbruch von COVID-19 wieder einigermaßen erholt hat.
Da die erneuerbaren Energien weitgehend von diesen Inputs abhängig sind, sind die Kosten für Solarparks entsprechend gestiegen. Solarmodule und Wechselrichter werden hauptsächlich auf Containerschiffen aus China verschifft, Aluminium wird in Wechselstromkabeln und Montagesystemen verwendet, Kupfer wird als großartiger Leiter für Gleichstromkabel oder Transformatorverdrahtungen verwendet, und Tragstrukturen werden aus Stahl hergestellt.

Kursentwicklung von Kupferpreis. Quelle: https://www.nasdaq.com/market-activity/commodities/hg%3Acmx

Die gesamte Situation erschwerte Vorhersagen in der Solarbranche erheblich, da die zwei Wochen zuvor berechneten Komponentenpreise nicht mehr gültig waren und die Hersteller das achterbahnähnliche Verhalten bei der Angebotsgültigkeit reflektieren. Dies ist natürlich ein Alptraum für alle, die für die Budgetplanung verantwortlich sind. Die Experten gehen allerdings davon aus, dass sich die Preise nach einer Weile wieder beruhigen werden, weshalb einige Unternehmen darum Projekte auf das nächste Jahr verlagern. Niemand kann jedoch sagen, wie die Prognosen ausgehen und wie hoch das neue Preisniveau sein wird.